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TÖRNBERICHT

07. Januar bis 25. Januar 2016

Ushuaia - Falkland Inseln - Südgeorgien - Antarktis

Impressionen

Ein sehr schöner Abschied von der Antarktis

Ohne Kommentar

Noch mehr von dieser Eislandschaft

Schöne Ansicht im ewigen Eis unter der Sonne des Hochsommers

Ein gestrandeter Schelfeisberg

Eine Wedell Robbe liegt faul in der Sonne

Buckelwal Fluke

Ein Buckelwal beim fressen

Melchior Island an einem traumhaften Tag

Wieder ein Segelschiff mit Gästen an Bord. Denen scheint aber kalt zu sein, sie sind unter Deck.

Unser südlichster Landgang, ca. 65 Grad Süd, Eselspinguine tapsen durch den Schnee

Eine Wedell-Robbe auf Eis

Ein Ausflugssegler 

Ein kleiner Schelfeisberg vor Deception Island

Orcas an Backbord auf dem Weg nach Deception Island

Hier kommen sich ein Sturmvogel mit eine Wildmöwe ins Gehege

Zügelpinguine so ganz in Familie

Vereinzelte Eselspinguine gibt es auch auf Brown Bluff. Hier wird ein Jungtier gefüttert. 

Ein Adeliepinguin in der Totalen

Eine Adeliepinguin-Kolonie auf Brown Bluff

Antarktisches Festland - Brown Bluff 

Eine interessante Formation, durch die wir aber nicht fahren

Ein Schelfeisberg 

Ein Schelfeisberg mit einer Spalte

Springende Pinguine

Unser erster Eindruck am Morgen im Antarctic Sound, die Nordspitze der Antarktischen Halbinsel umgeben von felsigen Inseln

Eisfeld

Abenteuerliche Zodiacfahrt vor Südgeorgien

Ein Zügelpinguin und eine Robbe in Harmonie in der Cupper Bay

Zwei pubertierende See-Elefanten in der Balz

Ein junger Königspinguin verliert sein schützendes braunes Gefieder

Königspinguin-Kolonie von ca. 70.000 Pinguinenauf Gold Harbour

Ein französisches- und ein kanadisches Segelschiff liegen an der Pier in Grytviken

Zwei Wochen segelte Shackleton mit vier Kameraden das Boot (ein Nachbau befindet sich im Museum in Grytviken) von Elephant Island nach Südgeorgien, mehrere hundert Seemeilen durch die Scotiasee.

Ein junger See-Elefant

Ein Königspinguin im Tussock Gras

See-Elefant in der Pubertät

Robben auf Leigh Harbour

Königspinguine leben in dieser Industriebrache aus dem letzten Jahrhundert

Leith Harbour eine alte Walfänger Station

Schelfeisberg in der Nähe der Shag Rocks

Shag Rocks

Port Stanlay

Ein Königspinguin in der Totalen

Eine Gruppe Königspinguine, die zweitgrößten Pinguine seiner Art

Magelanpinguine kehren aus dem Meer vom Fressen zurück

Ein Eselspinguin kehrt aus dem Meer zurück und macht sich auf den Weg zu seiner Familie

Eselspinguine auf einem Felsen und die MS Bremen liegt im Hintergrund auf Reede

Eine Bucht auf dem Weg nach Saunders Island

Hier tummeln sich brütende Kormorane mit Felsenpinguine

Ein Babyalbatros wird liebevoll von seiner Mutter geschützt

Zwei ausgewachsene Felsenpinguine bewachen die Kleinen während ihre Eltern zur Nahrungsaufnahme im Meer sind

Albatrosse in der Balz

Ein Felsenpinguin und ein Albatros in Harmonie

Wir erreichen New Island auf den Falkland Inseln und fahren mit den Zodiacs an Land.

Unsere Route mit der MS Bremen von Hapag Lloyd Cruises

Eine wichtige Erkenntnis vorweg,
die Antarktis ist kein Segelrevier.


Von Frankfurt nach Buenos Aires fliegen wir 13 Stunden und dann geht es weitere 3 Stunden von Buenos Aires nach Ushuaia. Die südlichste Stadt mit ca. 60T Einwohnern ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Wir befinden uns im Hochsommer und es sind ca. 10 Grad Celsius mit starkem Westwind


Endlich geht es los, wir fahren direkt von Ushuaia zu den Falkland Inseln. Strömung und Wellen schieben das Schiff voraus. Bei herrlichen Sonnenschein und ungefähr 5 Grad Celsius haben wir genügend Zeit die Höhepunkte in einer Bucht zu genießen. Felsenpinguine, Kormorane und Albatrosse erleben wir aus nächster Nähe.


Weiter geht es um die Falklandinseln vorbei an steilen Hängen und Buchten. Auf den Falklandinseln leben knapp 3.000 Einwohner. Stanley ist der Hauptort und man kann mit einem Segelboot in Port Stanley anlegen.


Wir verlassen Saunders Island und machen uns auf den Weg nach Port Stanley. Dort angekommen, weht der Wind mit 8 bis 9 Beaufort. Wir wettern in der Bucht vor Port Stanley ab und können leider in Stanley nicht anlanden.


Von den Falklandinseln nach Südgeorgien sind es etwa 750 Seemeilen. Nach dreiviertel des Weges kommen die Shake Rocks in Sicht. 6 Felsen stecken sich aus dem Meer in eine Höhe von maximal 70 Metern. Sie sind bewohnt von Kormoranen und einige Pinguine sind auch zu sehen. In dem selben Augenblick, kommen unsere ersten Eisberge in Sicht. Schelfeisberge sind mitunter Millionen Jahre alt und zwischen 200 bis 1000 Meter dick.


Es ist spannend zu beobachten, dass sich Pinguine und Robben auf solchen Schelfeisbergen befinden und sich mit dem Eis auf dem Meer von Wind und Strömung treiben lassen.


Wir erreichen Südgeorgien und unser Schiff legtsich auf Reede in der Prince Olav Harbour. Wir unternehmen eine Zodiactour und landen in Leigh und Jason Harbour an. Die Schlauchboot Anlandungen sind je nach Wetter recht abenteuerlich.


Die Walfänger haben bis ca. 1950 80 Prozent des gesamten Walbestandes vernichtet. Ziel war es das Öl aus der Haut der Wale als chemisches Roherzeugnis zu verwenden. Das Öl wurde bis zur Förderung von Erdöl auch als Kraftstoff verwendet.

Heute holen sich die Natur und deren Bewohner solche Sünden der Industrialisierung zurück.


Wir sind immer noch auf Südgeorgien und der Hauptort heißt Grytviken. Die Insel als auch der Ort stehen in einem engen Zusammenhang mit der nautischen Höchstleistung von Sir Ernest Henry Shackleton. Er navigierte und steuerte ein kleines umgebautes Rettungsboot von Elephant Island nach Südgeorgien.

Grytviken war die größte ehemalige Walfangstation auf Südgeorgien, aber auch hier holen sich die Bewohner ihren Lebensraum zurück. So laufen uns Pinguine über den Weg. Robben und See-Elefanten tummeln sich im normalen Leben.


Weiter geht es nach Gold Harbour einer der Buchten mit einer sehr großen Kolonie von Königspinguinen. Ca. 70.000 Tiere haben sich hier zusammengeschlossen. In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der Pinguine und Robben auch stark gewachsen. Dazu trug auch das reichhaltige Angebot der Nahrung im Meer bei. Es gibt genügend Krill, da es viel weniger Wale gibt als vor 100 Jahren, die sich diese Nahrung mit allen anderen Meeresbewohnern in diesen Breitengraden teilen.


In Südgeorgien wechselt das Wetter ständig und die Anlandungen mit den Zodiacs ist nicht immer einfach. Erfahrene Zodiac-Führer ermöglichen uns in Südgeorgien vier Anlandungen am Festland und zwei Rundfahrten an der Küste.


Südorknay Inseln Laurie Island Base Naval Orcadas Von Südgeorgien geht es weiter in Richtung Süden. Am 60. Breitengrad auf den Südorknays befindet sich eine argentinische Antarktisstation. Wir besuchen diese Station, in der seismologische und meteorologische Untersuchen durchgeführt werden. Außerdem bringen wir den Bewohnern, die für ein Jahr dort leben, frisches Obst und Gemüse mit. 


Die gute Nachricht ist, das die Antarktis nicht vom Abschmelzen des Eises bedroht ist. Die Antarktis hat sogar einen geringen Zuwachs an Eis. Das kann aber leider die Abschmelzungen der Arktis nicht kompensieren.

Auf dem Weg von den Südorknays Richtung antarktisches Festland kommt uns ein Eisfeld in die Quere. Eisfelder bilden sich in Abhängigkeit der Strömung und des Windes. Diese sind nicht vorhersehbar. Unser Schiff reduziert die Geschwindigkeit und fährt sehr langsam durch das Feld aus bestehenden Meereis und einigen Schelfeisbergen.


Nach mehreren Stunden Fahrt Richtung Süden ist das Meer wieder Eisfrei. Eine sehr interessante Erfahrung. Es ist schwer vorstellbar mit einer Segelyachtsolch ein Eisfeld zu queren.


Pinguine bleiben bis zu zwei Tage im Meer um Nahrung aufzunehmen, danach kehren sie in ihre Kolonie zurück und versorgen ihre Jungtiere.


Wenn man sich überlegt, dass bei solch einem Eisberg noch ca. 70% im Wasser schwimmen, kann man eine Vorstellung seiner Größe entwickeln.

Vereinzelte Eselspinguine gibt es auch auf Brown Bluff. Hier wird ein Jungtier gefüttert. Die Jungtiere stoßen mit ihrem Schnabel in den Schnabel der Elterntiere und lösen damit einen Würgereiz aus, der "Fischbrei" kommt wieder hoch und kann vom Jungtier aufgenommen werden.

Ausflugssegler gibt es auch hier. Eine Hand voll davon haben die Lizenz mit Gästen die Antarktis zu befahren.

Wir sehen drei Segelschiffe, alle laufen unter Motor und sind immer bemüht das Eis zu umschiffen. Irgendwie verständlich ...


Mein Fazit: 

die Antarktis ist kein Revier für Segelboote!


Bei Sonnenschein und glatter See können wir Buckelwale beim fressen beobachten. Mit unseren Schlauchbooten halten wir eine Entfernung zwischen 50 und 100 Meter zu diesen gigantischen Tieren. Wir nutzen die Gunst des Augenblicks und genießen dieses seltene Erlebnis.


Unser Schiff tritt nun die Heimreise an und nimmt Kurs Richtung Norden. Die Drake Passage, eines der herausforderndsten Seegebiete in jeder Hinsicht, erleben wir in einer ruhigen Großwetterlage. Die Wellenhöhe liegt bei nicht mal einem Meter und der Wind weht mit ca. 10 Knoten aus westlicher Richtung. Dass sich diese Situation sehr schnell ändern kann, war schon auf der Wetterkarte ersichtlich. An der Südchilenischen Westküste tobt schon der nächste Sturm unter einem Tiefdruckgebiet, welches sich nach Osten verlagert. Das Kap Horn passieren wir in einer Entfernung von ca. 20 Seemeilen bei allerbesten Bedingungen unter Hochdruckeinfluss.


Wie bereits erwähnt, ist die Antarktis kein Segelrevier! Die Drake Passage ist mit viel Glück ohne Komplikationen von West nach Ost passierbar. Die Rundung des Kap Horns von Ost nach West ist nur mit viel Zeit und einer sehr guten Wettervorhersage mit einer durchschnittlichen Segelyacht passierbar. Welche Komplikationen bei einer sanften Passage im Südpazifik unter Tiefdruckgebieten entstehen können möchte ich mir lieber nicht ausmalen und setze für Langfahrten eher auf die Barfußroute.





Für weitere Informationen stehe ich gern zur Verfügung. 

Email: info@sy-manatee.de


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